Nachrichten für den Wassersport

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten, die den Wassersport im Allgmeinen betreffen oder Wassersportler interessieren könnten.

Gefahr für das Segelrevier Schlei

Aktuell gibt es Bestrebungen im Bundesverkehrsministerium, die Schlei auf die Prioritätenstufe "C" herabzustufen. Dies bedeutet, dass das Bundesamt u. a. auch nicht mehr für z. B. das Ausbaggern des betonnten Fahrwassers zuständig ist. Maßgeblich hierfür ist die Tatsache, dass es auf der Schlei so gut wie keine Tonnage mehr mit wirtschaftlicher Bedeutung gibt. Für das Segelrevier Schlei könnte die Herabstufung allerdings mittelfristig deutlich mehr als erhebliche Auswirkungen haben. Es wurde daher vom Touristikverband, den Werften und Marinabetreibern eine Lenkungsgruppe gebildet, die unsere Interessen in diesem noch offenen Verfahren vertritt. Die WSG ist Mitglied dieser Lenkungsgruppe. U. a. wurde von der Lenkungsgruppe ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die touristische und damit auch die wirtschaftliche Bedeutung des Wassertourismus auf der Schlei unter Beweis stellen soll. Ziel ist es, die Herabstufung zu verhindern.

Hierzu finden Sie einen Artikel der Schleswiger Nachrichten vom 24.01.2013 rechts als Download.

(Text: J. Fritz)

Vorsichit in Kopenhagen

Die Bauarbeiten an einem neuen Stadtteilgebiet vor dem Nordhafen von Kopenhagen wirken sich negativ auf die Ansteuerung der Einfahrt aus. Nach Angaben der dänischen Seefahrtsbehörde entsteht dort jetzt srärkerer Strom bis zu 3 Knoten, der bei gegenläufigen Windbedingungen eine kurze, steile Welle aufbaut. Es wird empfohlen, nicht zu dicht an die gerammten Spundwand-Teile heranzusegeln. An dieser Stelle wird in den nächsten 10 Jahren ein riesiges Areal aufgeschüttet, um mehr Platz für die Metropole zu schaffen.

Karte der Bauarbeiten unter www.soefartsstyrelsen.dk

(Quelle: YACHT 1/2013 v. 19.12.2012)

Befahren von Offshore-Windparks

Die WSD Nord erlässt für ihren Zuständigkeitsbereich Regeln für das Befahren von Windparkgebieten mit Fahrzeugen, die kleiner als 24 Meter sind. Dieses ist besonders für die Führer von Sportfahrzeugen wichtig, die sonst u. U. große Umwege fahren müssten.

WSD-Nord gibt bekannt, gem. Allg. Verfügung §7/Abs1 :

Generell kann ein Windpark von Sportbooten bis 24 m befahren werden. Dieses gilt nicht für die Bauzeit des Parks und nicht wenn folgende Bedingungen vorliegen:

-Sichtweiten unter 1.000 m
-bei Dunkelheit
-Windstärken von 6 Bft und mehr
-Fahrzeugen, die mit Grund-/Schleppnetzen fischen.

Ein solcher Windpark ist mit äußerster Vorsicht zu durchfahren.

(Quelle: WSD-Nord v. 28.11.2012)

Zwischenbilanz der Seenotretter

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2012 ist die Rettungsflotte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) 1.990 Mal im Einsatz gewesen (Januar bis Oktober 2011: 1.958 Einsätze). Dabei haben die DGzRS-Besatzungen 1.126 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit (Januar bis Oktober 2011: 1.291)

Von Januar bis Oktober 2012 haben die Besatzungen der 60 Seenotrettungskreuzer in Nord- und Ostsee

• 60 Menschen aus Seenot gerettet,
• 1.066 Menschen aus drohender Gefahr befreit,
• 321 Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen
    zum Festland transportiert,
• 70 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
• 998 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
• 462 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

Nach Aussage des Vormannes eines Rettungskreuzers, ist im Frühjahr am meisten mit dem Ausfall des Motors zu rechnen (mangelnde Wartung/vielleicht einmal daran denken). Während der Saison kommen die Fälle des Auflaufens hinzu.

(Quelle: DGzRS v. 14.11.2012)

Einstellung der Aussendung von Wetterberichten über deutsche Radiosender.

Die deutschen Rundfunkanstalten sind aus Kostengründen aufgefordert worden, die Aussendung von Wetterberichten über die Frequenzen von Mittel-und Langwelle :177/702/11269kHz ab 31.12.2014 einzustellen. Die Aussendung von  Deutschlandradio über Kurzwelle 6190 kHz ist bereits eingestellt worden. Auch der Mittelmeerraum wird daher nicht mehr von einem deutschen Sender bedient.

Wenn diese Forderung durchgesetzt wird, ist es nicht mehr möglich, überall auf Nord-/Ostsee Seewetterberichte und Sturmwarnungen  zu empfangen. Auch die Einführung von Digitalradio deckt diese Bedürfnisse nicht ab, denn deren Reichweite beschränkt sich allemal auf die nahen deutschen Küstengebiete.

Der DSV/Kreuzerabteilug und der Deutsche Wetterdienst versuchen zumindest eine noch erweiterte Übergangsfrist zu erreichen um einen „weichen“ Übergang zu bekommen.

(Quelle: DSV-Kreuzerabteilung v. 05.10.2012)

Schweden verbietet das Einleiten von Fäkalien

Vom 1. April 2015 an verbietet Schweden die Einleitung von Schwarzwasser (Fäkalien) in den Küstengewässern, den Seen und Wasserstraßen. Bis zur Einführung des Verbots wird das seit 2001 im Aufbau befindliche Netz von Entsorgungsstationen dem zu erwartenden Aufkommen an Abwasser angepasst.

(Quelle: DSV-Kreuterabteilung v. 14.09.2012)